Gestriegelte Kuh und Weihnachtsgurken – Skurrile Geschichten zum Advent

Kutteldaddeldu - Titelblatt
Schräge Abenteuer eines Seemanns zur Weihnachtszeit

Falls Sie schwarzen Humor mögen, schräge Anekdoten und Gedichte, dann sind Sie bei der Adventsausgabe von „Leben Lesen“ genau richtig. Sie erfahren zum Beispiel, wie Joachim Ringelnatz seinen Seefahrer Kuttel Daddeldu feiern, und wie Ambrose Bierce eine Kuh vom frisch verheirateten Pfarrer striegeln lässt. Wir werden auf diesen Meister der amerikanischen Kurzgeschichten bestimmt zurückkommen, nicht nur weil er ein Zeitgenosse von Wilhelm Busch ist. Wie er korrupte Politiker und Journalisten aufspießt – das passt in unsere Tage.

Auch die Geschichte von den “Weihnachtsgurken” beginnt im 19. Jahrhundert: Der seltsame Baumbehang wanderte damals aus dem Thüringischen Glasbläserdorf Lauscha in die USA, wurde dort als „Christmas Pickle“ zum Renner – und kehrte, fast vergessen, vor einigen Jahren als spaßiger Brauch zur Bescherung nach Deutschland heim.

IMG_20181116_145641Die kleine Gurke aus grünem Glas hängt versteckt in den Zweigen. Wer sie zuerst findet, bekommt ein Extrageschenk. Das skurrile Gemüse gibt es mittlerweile in vielen Größen und Formen. Ob und wie oft darum bei der Bescherung gestritten wird, ist erstaunlicherweise von der Wissenschaft noch nicht untersucht. Vielleicht haben Sie das ja schon selbst ausprobiert – Ihre eigenen Stories dürfen Sie gern mitbringen und beim Kaffee zum 4. Advent in gemütlicher Runde erzählen. Lassen Sie sich animieren!

“Leben Lesen” lädt wieder herzlich ein – diesmal zu einem unterhaltsamen Nachmittag am 22. 12. 2019 ab 15 Uhr mit Musik. „Special Guest“ ist der Seemann Kuttel, Whisky und Tabakspfeifen spielen auch mit – die Lichter brennen, und das „Atlantic Parkhotel“ am Goetheplatz 3 in 76530 Baden-Baden verwöhnt Sie mit Kaffee, Kuchen und mehr im stilvollen Kaminzimmer.

Der Eintritt ist frei. Wenn Ihnen unser  Auftritt gefällt, freuen wir uns über eine Spende für Musik und Vortrag.

Mit Erich Kästner durch das Jahr: „Die dreizehn Monate“

„Die Jahreszeiten finden in der Markthalle statt. In den Blumenläden und auf den Gemüsekarren. Und, zum Frühstück, als Wetterbericht.”

Das schrieb Erich Kästner im Vorwort zu seinem Gedichtzyklus über Landschaften, Menschen, Stimmungen im Wandel der Jahreszeiten. Als Kontrast zur Geschäftigkeit der Großstädte lässt seine poetische Meisterschaft sie leuchten – in charakteristischen Bildern für jeden Monat und darüber hinaus.

Unsere literarische Soirée schaut dem weltberühmten Kinderbuch-Autor und Dichter noch in anderen Rollen zu: Als bravem Sohn, wankelmütigem Liebhaber, scharfzüngigem Kritiker, als Prominentem, der sich politisch nicht vereinnahmen ließ, als einsamem Trinker.

Bis zum Schluss blieb er ein großer Freund der Kinder, überließ seinen Namen und Nachlass einem Kinderdorf. Wenn wir bei „Leben Lesen“ seine Verse über „Die dreizehn Monate“ präsentieren, gehen all Ihre Spenden für unsere Aufführung wieder an diese Einrichtung in Oberschwarzach bei Schweinfurt.

Der Autor und Schauspielregisseur Immo Sennewald nennt Kästners lyrische Reise durch die Jahreszeiten eines seiner „Herz-Stücke“. Folgen Sie ihm vom Dezember aus: 

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum…“ 
bis zum „Dreizehnten von Zwölfen“:

Wie säh er aus, wenn er sich wünschen ließe?
Schaltmonat wär? Vielleicht Elfember hieße?
Wem zwölf genügen, dem ist nicht zu helfen.
Wie säh er aus, der dreizehnte von zwölfen?

Dazu gibt‘s musikalische Improvisationen: Swing, Jazz, Chanson mit Bernd Müller (Gitarre, Gesang) und Achim Quellmalz (Klarinette).

Am 6. Dezember 2019, 20.30 Uhr im Kaminzimmer des „Atlantic Parkhotel“, Goetheplatz 3 in 76530 Baden-Baden

 

 

 

Wiedersehen mit Wilhelm Busch und Hans Huckebein

012Regenlandschaft
Die „Regenlandschaft“ zeigt Buschs Originalität als Maler

Es passt perfekt zusammen: Noch bis     3. März ist im Museum LA 8 in der Lichtentaler Allee, dicht beim Theater am Goetheplatz, „Wilhelm Busch. Bilder und Geschichten“ zu sehen, eine einzigartige Ausstellung bekannter und unbekannter Werke des weltberühmten Zeichners – dazu gehören etliche seiner Gemälde.
Fast genau gegenüber, im „Atlantic Parkhotel“, können sich Besucher am Abend des 1. Februar wieder von Buschs Versen und Karikaturen unterhalten lassen: „Hans Huckebein und andere schräge Vögel“ ergänzen das üppige Rahmenprogramm des Museums um unsere vergnügliche Soirée. Die Premiere im März 2018 wurde mit viel Lob und Applaus bedacht.

kaminzimmer_atlantic
Das Kaminzimmer des „Atlantic“

Als Wilhelm Busch „Max und Moritz“, „Die fromme Helene“, „Plisch und Plum“… erfand, seine gezeichneten Figuren und Geschichten ihn rasch berühmt machten, war Baden-Baden „Sommerhauptstadt Europas“, und das „Hotel d‘Engleterre“ – heute „Atlantic Parkhotel“ – beherbergte hohe Gäste wie den Reichskanzler Bismarck.

Busch gilt seit langem als einer der Urväter des Comics, er selbst schätzte die Bildergeschichten gering:

000Wilhelm_busch
So sah sich Busch selbst 1894

Ich betrachte meine Sachen als das, was sie sind, als Nürnberger Tand, als Schnurrpfeifereien, deren Wert nicht in ihrem künstlerischen Gehalt, sondern in der Nachfrage des Publikums zu suchen ist …“

Seinen Fähigkeiten als Maler misstraute er, als Autor fühlte er sich verkannt. Wer war der Mann mit dem grimmigen, bisweilen grausamen Humor? Er hat nie geheiratet – aus Eigenliebe oder weil er die Ehe verachtete? Wieso belustigen seine Einfälle uns heute noch ebenso wie vor 150 Jahren?

Dazu gibt‘s musikalische Improvisationen: Swing, Jazz, Chanson.

Weihnachtsgurken – und andere skurrile Geschichten

IMG_20181116_145641

Eine kleine Gurke aus grünem Glas hängt versteckt im Weihnachtsbaum. Wer sie zuerst findet, bekommt ein Extrageschenk. Diese deutsche Tradition wanderte Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Thüringischen Lauscha in die USA, wurde dort als „Christmas Pickle“ zum Renner – und kehrte, fast vergessen, vor einigen Jahren nach Deutschland zurück. Den skurrilen Baumbehang gibt es mittlerweile in vielen Größen und Formen. Ob und wie oft darum bei der Bescherung gestritten wird, ist erstaunlicherweise von der Wissenschaft noch nicht untersucht.

Unsere Titelgeschichte handelt zwar auch von Weihnachten, sogar weißen, von echtem mundgeblasenen Lauschaer Christbaumschmuck, von Vorfreude aufs Essen, aber statt Geschenken gibt es allerlei Überraschungen. Und die Gurken sind zwar echt, aber beinahe unbezahlbar.

KutteldaddelduWenn Sie schwarzen Humor mögen, schräge Anekdoten und Gedichte, dann sind Sie bei der Weihnachtsausgabe von „Leben Lesen“ genau richtig. Sie erfahren zum Beispiel, wie Joachim Ringelnatz seinen Kuttel Daddeldu feiern, und wie Ambrose Bierce eine Kuh vom Pfarrer striegeln lässt. Ihre eigenen Stories dürfen Sie auch gern mitbringen und erzählen – lassen Sie sich animieren.

Wir laden wieder zu einer literarischen Soirée mit Musik ein, „Special Guest“ ist der Seemann Kuttel, Whisky und Tabakspfeifen spielen auch mit – Christkind Ahoi!

Am 22. Dezember 2018, 20:30 Uhr im Kaminzimmer des „Atlantic Parkhotel“, Goetheplatz 3 in 76530 Baden-Baden. Der Eintritt ist frei.