Archiv der Kategorie: Religion

China im Schwarzwald

 

Dai-Frau mit schwarzen Zähnen und Söhnchen

Dai-Frau mit schwarzen Zähnen und Söhnchen

Die Michelbacher laden wieder ein – diesmal zu einem China-Abend mit dem Dokumentarfilm „Zwischen Dschungel und Millionenstadt: Chinas unentdeckte Gesichter“; dazu gibt’s Gespräche über chinesische Küche, Medizin, Lebensart, natürlich auch die Konflikte im „Reich der Mitte“ http://is.gd/lvVZNr

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Tanzend auf der Galgenleiter

Frank_WedekindFrank Wedekind war einer der meistgespielten Dramatiker zu Anfang des 20. Jahrhunderts und eine ausgemachte Skandalnudel. Zu seiner Beerdigung kamen 1918 viele Künstler – z.B. der Jungdichter Bert Brecht – und etliche Damen aus dem Rotlichtmilieu; München war mal wieder empört. Wir erinnern an ihn wegen eines Gedichtes zu Leben, Tod und Sterben. Es hat eine besondere Haltung – und welche haben wir?
Passend zum „Monat mit dem Trauerflor“, in dem der „Sturm johlend durch das Land der Farben reitet“ (Erich Kästner) fabulieren wir dazu bei Leben Lesen am 15. November.

Erdgeist

Greife wacker nach der Sünde;
Aus der Sünde wächst Genuß,
Ach du gleichest einem Kinde,
Dem man alles zeigen muß.

Meide nicht die ird´schen Schätze:
Wo sie liegen, nimm sie mit.
Hat die Welt doch nur Gesetze,
Daß man sie mit Füßen tritt.

Glücklich wer geschickt und heiter
über frische Gräber hopst.
Tanzend auf der Galgenleiter
Hat sich keiner noch gemopst.

Leben Lesen am 15.11.2012 19 Uhr im Groschenmuseum Baden-Baden, Steinstraße 3 zum Thema“Tanzend auf der Galgenleiter – wie ernst nehmen wir den Tod?”

Die Lust am Eigensinn – wieviel Anpassung braucht der Mensch?

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Der Denkerclub – eine deutsche Karikatur

Große Ideen zur Verbesserung der Welt – ausgedacht in enger Runde, hinterm Maulkorb angepasster Lebensweise versteckt: so sah ein Zeichner die Deutschen im Biedermeier vor 200 Jahren.

Wir haben’s besser: frei heraus dürfen wir unsere Meinungen äußern, sie via Internet verbreiten, Zensur findet nicht statt. Jeder kann „nach eigenem Willen“ glücklich werden, sein Leben mit eigenem Sinn erfüllen. Oder nicht?

Kann es sein, dass mit Denk- und Redeverboten auch die Lust am Eigensinn entfällt, dass eine gewisse Bequemlichkeit und herdenhafte Anpassung sich ausbreiten und dass, wo sich alle wohlfühlen und auf Krisenvermeidung aus sind, die Eigensinnigen nur noch stören?

Am 29.9. erscheint das Buch zum Thema von Wolfgang Korn – Ich hab’s vorab gelesen und besprochen, ich freu mich über kontroverse Gespräche über den Eigensinn berühmter Männer – und den aller Gäste bei Leben Lesen am  20. September.

"Liebe ist ein süßes Gift" – oder doch ein Wunder?

Rosennächte

Juni: Monat der Rosennächte

Gestern war die Jamsession ein Kammermusikabend: nur ein halbes Dutzend kamen ins Groschenmuseum; dafür war’s äußerst lebendig, alle spielten mit, und bei den Nationalitäten ging’s wieder eins rauf: ein gebürtiger Ungar war unter den Erzählern. Hallo Istvan!

Kleines Mitbringsel in Gedichtform: “Nachttag”

Der Mond durchstreift mit uns den Park
Die Sterne säumen unser Himmelbett
Wir tauchen in des andern Schlummerwolken
Und unsre Küsse wollen nimmer enden.
Ein sanftes Dickicht wird aus unseren Händen.
Wir schweben zwischen wach und Traum und wach
Das erste matte Tageslicht sieht uns ermatten.
Doch müde sind wir nicht, wir sind in Trance.
Wir treiben zwischen Schwindel und Balance.
Die Sonne ist in uns verliebt
Und malt aufs Laken zärtlich unsere Schatten.
Nach der Sommerpause ist “Leben Lesen” wieder am 20. September Themenvorschläge erwünscht!