Träume altern nicht – wie Liebe zeitlebens das Gleichgewicht stört

Wenn einer das Berufsleben hinter sich hat, im Schwarzwald wohnt, gesund und munter, ohne Verpflichtungen und finanzielle Nöte, darf er sich aussuchen, mit wem er seine Zeit verbringen will. Es sei denn, die Traumfrau erscheint. Sie bringt alles durcheinander. Plötzlich ist die große Liebe zum Greifen nah. Was kann man da schon tun?

„Verträume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!“ ist ein gängiger Spruch fürs Poesiealbum. Manchmal aber bekommen wir einfach geschenkt, wovon wir nicht zu träumen wagten. Liebe ist keine Frage des Alters, auch keine des Reichtums. Wie viel davon können wir zulassen – und vertragen?

In der literarischen Soirée „Leben Lesen“ unterhalten wir Sie diesmal mit einer skurrilen, amüsanten Geschichte aus dem Schwarzwald und Gedichten, die zur Jahreszeit und zum Thema passen. Lassen Sie sich überraschen.

Dazu gibt‘s musikalische Improvisationen: Swing, Jazz, Chanson. Der Eintritt ist wie immer frei, sollte Ihnen der Abend gefallen, freuen wir uns über eine Spende.

Am 1. Juni 2018, 20.30 Uhr im Kaminzimmer des

„Atlantic Parkhotel“, Goetheplatz 3 in 76530 Baden-Baden

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Kästner die Zweite

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Achim Pfeil, Achim Quellmalz, Immo Sennewald im Kaminzimmer des Atlantic Parkhotel

Am 29. Dezember 2017 waren der Gedichtzyklus „Die dreizehn Monate“ und Begebenheiten aus Kästners Biographie wieder unser Programm. Der Erlös des Abends ging – wie schon zur Premiere am 3. November – an das Erich Kästner Kinderdorf.

Es tickt die Zeit. Das Jahr dreht sich im Kreise.
Und werden kann nur, was schon immer war.
Geduld, mein Herz. Im Kreise geht die Reise.
Und dem Dezember folgt der Januar.“

Und wir freuen uns auf die nächste Aufführung.

Ikarus mit Bleigürtel

Die Galerie Queen Anne in der Leipziger Spinnerei lud zusammen mit dem Salier Verlag zur Lesung am 26. Januar ein – aus allen Teilen des Romanzyklus wurden Texte vorgestellt. Hier eine Probe aus “Babels Berg” im Video:

Ein Berliner Währungsspekulant

“40 Jahre deutsch-deutscher Geschichte im Roman oder Wie Stasiakten und andere Beschwernisse meiner Literaturproduktion voran halfen” – so habe ich die Veranstaltung untertitelt.
Ob meine Romantrilogie zustande gekommen wäre, hätte ich mich nicht der Aufmerksamkeit aller möglicher „Sicherheitsorgane“ in der DDR erfreut, bleibt Spekulation; dass von der Kindheit an erfahrene Rand- und Querständigkeit der Phantasie auf die Sprünge half, ist unbestreitbar, und dass Verletzungen früh erlebter Konflikte ausheilen konnten, verdanke ich ohne Zweifel der Literatur.
Fliegen lernen, wozu Wünsche und Träume seit Jahrhunderten – womöglich seit Erschaffung der Welt – die Lebenden, die Liebenden und die literarisch Vorwegstürmenden treiben: beim Schreiben konnte ich’s.
Darum handeln der „Blick vom Turm“, „Babels Berg“ und der „Raketenschirm“ von Flugversuchen, Bauchlandungen, der unentbehrlichen Hilfe vieler Menschen bei neuen Starts und davon, wie einer lernt, hinderlichen Ballast abzuwerfen – egal ob er aus Akten, Heilsversprechen oder buntscheckigen Waren besteht.
Für die Lesung habe ich entsprechende Texte gewählt; das Gespräch zwischendurch und hinterher nehme ich auch bei den nächsten „Flugversuchen“ mindestens ebenso wichtig.