Wer – zum Teufel – regelt eigentlich den Verkehr?

Die Entführung der Psyche. Gemälde von William Adolphe Bouguereau

Schräges, Komisches, Lustvolles aus 200 bewegten Jahren

Das Zeitalter der Mobilität hat Menschen vom Laufen zum Fahren, zum Rasen, gar zum Fliegen gebracht. Damit diese Fortbewegung von inzwischen Milliarden Menschen nicht immerzu mit Unglück, Stau, gar Kollaps, Tod und Chaos einhergeht, braucht es Regeln. Es gibt sie, sie wurden fortwährend geändert und angepasst. Bei genauem Hinsehen stellt einer fest, dass es vor allem eine Anpassung an technische Fortschritte war: der Mensch passte die Technik seinen Bedürfnissen an – neue Regeln mussten her: Gurtpflicht, Airbag, Katalysator,… womöglich stirbt bald der Verbrennungsmotor aus?

Die Grundimpulse des Menschen blieben indessen fast unverändert: Erlangen und Vermeiden; ebenso Gefühle wie Liebe, Hass, Neid, Zuneigung, Angst, Furcht, Bewunderung, Erstaunen… Und wenn wir vom Verkehr sprechen: Gemeint ist natürlich vor allem, wie Menschen miteinander verkehren – womit wir beim lieben Gott und beim Teufel wären, bei der Bibel und einem Verhalten, das sich schon bei den Kleinsten findet: Die Lust, Regeln zu brechen – oder eigene aufzustellen und durchzusetzen.

Darüber haben viele Autoren nachgedacht und geschrieben, in unserer Soirée gibt’s eine kleine Auswahl heiterer, satirischer, poetischer Texte von Goethe über Frank Wedekind zu Tucholsky, Erich Kästner und heutigen. Immo Sennewald trägt sie Ihnen vor, Bernd Müller (Gitarre) und Achim Quellmalz (Klarinette) unterhalten Sie mit Musik. Wir freuen uns sehr, Sie nach zwei Jahren Zwangspause wegen der Corona-Maßnahmen endlich wieder begrüßen zu dürfen. Vielleicht mögen Sie Freunde mitbringen oder den Termin weiterempfehlen? Herzlich willkommen!

 Termin: Freitag, 4. November 2022, 20:30 im Kaminzimmer des Atlantic Parkhotels am Goetheplatz.

Wiedersehen mit Wilhelm Busch und Hans Huckebein

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Die „Regenlandschaft“ zeigt Buschs Originalität als Maler

Es passt perfekt zusammen: Noch bis     3. März ist im Museum LA 8 in der Lichtentaler Allee, dicht beim Theater am Goetheplatz, „Wilhelm Busch. Bilder und Geschichten“ zu sehen, eine einzigartige Ausstellung bekannter und unbekannter Werke des weltberühmten Zeichners – dazu gehören etliche seiner Gemälde.
Fast genau gegenüber, im „Atlantic Parkhotel“, können sich Besucher am Abend des 1. Februar wieder von Buschs Versen und Karikaturen unterhalten lassen: „Hans Huckebein und andere schräge Vögel“ ergänzen das üppige Rahmenprogramm des Museums um unsere vergnügliche Soirée. Die Premiere im März 2018 wurde mit viel Lob und Applaus bedacht.

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Das Kaminzimmer des „Atlantic“

Als Wilhelm Busch „Max und Moritz“, „Die fromme Helene“, „Plisch und Plum“… erfand, seine gezeichneten Figuren und Geschichten ihn rasch berühmt machten, war Baden-Baden „Sommerhauptstadt Europas“, und das „Hotel d‘Engleterre“ – heute „Atlantic Parkhotel“ – beherbergte hohe Gäste wie den Reichskanzler Bismarck.

Busch gilt seit langem als einer der Urväter des Comics, er selbst schätzte die Bildergeschichten gering:

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So sah sich Busch selbst 1894

Ich betrachte meine Sachen als das, was sie sind, als Nürnberger Tand, als Schnurrpfeifereien, deren Wert nicht in ihrem künstlerischen Gehalt, sondern in der Nachfrage des Publikums zu suchen ist …“

Seinen Fähigkeiten als Maler misstraute er, als Autor fühlte er sich verkannt. Wer war der Mann mit dem grimmigen, bisweilen grausamen Humor? Er hat nie geheiratet – aus Eigenliebe oder weil er die Ehe verachtete? Wieso belustigen seine Einfälle uns heute noch ebenso wie vor 150 Jahren?

Dazu gibt‘s musikalische Improvisationen: Swing, Jazz, Chanson.

Hans Huckebein und andere schräge Vögel

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Baden-Baden war „Sommerhauptstadt Europas“, und das „Hotel d‘Engleterre“ – heute „Atlantic Parkhotel“ – beherbergte hohe Gäste wie den Reichskanzler Bismarck, als Wilhelm Busch „Max und Moritz“, „Die fromme Helene“, „Plisch und Plum“… erfand. Seine gezeichneten Figuren und Geschichten machten ihn berühmt, er gilt als einer der Urväter des Comics.

Wilhelm_Busch,_Portrait_by_Franz_von_Lenbach

Busch selbst schätzte die Bildergeschichten gering:

Ich betrachte meine Sachen als das, was sie sind, als Nürnberger Tand, als Schnurrpfeifereien, deren Wert nicht in ihrem künstlerischen Gehalt, sondern in der Nachfrage des Publikums zu suchen ist …“ Seinen Fähigkeiten als Maler misstraute er, als Autor fühlte er sich verkannt. Wer war der Mann mit dem grimmigen, bisweilen grausamen Humor? Er hat nie geheiratet – aus Eigenliebe oder weil er die Ehe verachtete? Wieso belustigen seine Einfälle uns heute noch ebenso wie vor 150 Jahren?

Mit einigen bekannten Bildergeschichten, mit biografischen und historischen Anekdoten wollen wir das Publikum im Kaminzimmer des „Atlantic Parkhotels“ Baden-Baden unterhalten, es kommen in unserer Soiree aber auch unbekannte Gedichte und Prosa von Wilhelm Busch zu Gehör. Lassen Sie sich überraschen.

Dazu gibt‘s musikalische Improvisationen: Swing, Jazz, Chanson.

Aktuelle Termine: 9.März 2018, 20:30 Uhr