Schlagwort-Archive: Lesung

Keine Angst vor netten Leuten

 

Der gelernte Jurist Kurt Tucholsky wurde durch seine spitze Feder berühmt. Als Kritiker und Kommentator in der „Weltbühne“ spießte er in den wilden zwanziger und den frühen dreißiger Jahren schlechte Texte, alte Krieger und junge Schwadroneure auf – er machte sich aber auch über Menschliches-Allzumenschliches lustig.

 

Der gelernte Schauspielregisseur Immo Sennewald lässt „Tuchos“ satirisches Feuerwerk wieder funkeln, zündet seine Pointen und macht mit aktuellen Texten neue Leuchtraketen scharf. Dazu gibt‘s musikalische Improvisationen: Swing, Jazz, Chanson.

30. Dezember 2016, 20 Uhr  im Kaminzimmer des „Atlantic-Parkhotel“, Gotheplatz 3, 76530 Baden-Baden

Advertisements

Ikarus mit Bleigürtel

Die Galerie Queen Anne in der Leipziger Spinnerei lud zusammen mit dem Salier Verlag zur Lesung am 26. Januar ein – aus allen Teilen des Romanzyklus wurden Texte vorgestellt. Hier eine Probe aus “Babels Berg” im Video:

Ein Berliner Währungsspekulant

“40 Jahre deutsch-deutscher Geschichte im Roman oder Wie Stasiakten und andere Beschwernisse meiner Literaturproduktion voran halfen” – so habe ich die Veranstaltung untertitelt.
Ob meine Romantrilogie zustande gekommen wäre, hätte ich mich nicht der Aufmerksamkeit aller möglicher „Sicherheitsorgane“ in der DDR erfreut, bleibt Spekulation; dass von der Kindheit an erfahrene Rand- und Querständigkeit der Phantasie auf die Sprünge half, ist unbestreitbar, und dass Verletzungen früh erlebter Konflikte ausheilen konnten, verdanke ich ohne Zweifel der Literatur.
Fliegen lernen, wozu Wünsche und Träume seit Jahrhunderten – womöglich seit Erschaffung der Welt – die Lebenden, die Liebenden und die literarisch Vorwegstürmenden treiben: beim Schreiben konnte ich’s.
Darum handeln der „Blick vom Turm“, „Babels Berg“ und der „Raketenschirm“ von Flugversuchen, Bauchlandungen, der unentbehrlichen Hilfe vieler Menschen bei neuen Starts und davon, wie einer lernt, hinderlichen Ballast abzuwerfen – egal ob er aus Akten, Heilsversprechen oder buntscheckigen Waren besteht.
Für die Lesung habe ich entsprechende Texte gewählt; das Gespräch zwischendurch und hinterher nehme ich auch bei den nächsten „Flugversuchen“ mindestens ebenso wichtig.

Start ins Jahr des Drachen

daisohn_200Das Jahr 2012 steht im Zeichen des Drachen, er ist Nationalsymbol des „Reiches der Mitte“. In diesem Jahr soll der Kulturaustausch zwischen Deutschland und China besonders gefördert werden; wir wollen in Baden-Baden das unsere tun: Auftakt war am 17. Januar in der Baden-Badener Stadtbibliothek. Wegen des großen Erfolgs wiederholen wir am 4. März um 16 Uhr im Badischen Museum für Münzen und Medaillen in der Steinstraße 3, mitten in der romantischen Altstadt
„Zwischen Dschungel und Millionenstadt – Chinas unentdeckte Gesichter“, die Veranstaltung rund um den gleichnamigen Dokumentarfilm über die Situation ethnischer Minderheiten in China. Bekannteste Minderheit sind die Tibeter, es gibt aber 55 Volksgruppen mit eigener Kultur, manche mit eigener Sprache. Mit diesen vielfältigen, bewahrenswerten Kulturen befassten sich der Film und das anschließende Gespräch.

Weiter geplant für 2012:
20. März: Weltweite Lesung für den Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, zu der das internationale literaturfestival berlin (ilb) Kulturinstitutionen, Schulen, Radiosender und Interessierte aufruft – „Leben Lesen“, unsere Literaturreihe, wird sich beteiligen.
In der zweiten Jahreshälfte ist eine Veranstaltung mit Liao Yiwu geplant.